Taize Fahrt 2018Zusammen mit Herrn Sauer und Frau Börzel hatten dieses Jahr zwölf Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 9 bis 11 die Chance, die besondere Atmosphäre rund um die Communauté in Taizé zu erleben. Zunächst mussten jedoch 450 Kilometer mit dem Fahrrad bewältigt werden. Trotz ein paar platter Reifen, teilweise starkem Gegenwind und unerwartet geschlossenen Geschäften am Ersten Mai ging der Spaß dabei nicht verloren. Zudem war fast immer und besonders im Burgund die schöne Landschaft zu bestaunen. Zwischen den fünf Etappen hielten ein Campingplatz, eine Jugendherberge und zwei „Première-Class“-Hotels einen Platz für die Radler bereit. Einfach gehalten waren ebenfalls die Baracken, die nach dem letzten Anstieg und einer kurzen Einführung in Taizé bezogen wurden. Die Hälfte der Teilnehmer war bereits im letzten Jahr mit dabei gewesen und erkannte den Tagesablauf sofort wieder, stellte jedoch auch einige Unterschiede fest, da diesmal deutlich weniger los war.

 

Ein üblicher Tag in Taizé beginnt um 8:15 Uhr mit dem Morgengebet in der großen Kirche, bei dem alle auf dem Boden sitzen. Der Gottesdienst wird in mehreren Sprachen gleichzeitig durchgeführt, und neben vielen Liedern sind einige stille Minuten, in denen jeder nachdenken kann, ein wichtiger Bestandteil. Danach gibt es Frühstück, das aus Kakao oder Tee und einem Brötchen mit Butter und Schokolade besteht. Den Vormittag und Nachmittag verbringt man in Kleingruppen, in denen man über eine vorher mit einem Bruder besprochene Bibelstelle diskutiert und sich Fragen dazu stellt. Da in Taizé viele verschiedene Nationen aufeinandertreffen, wird dabei meistens Englisch gesprochen. Unterbrochen wird dieser internationale Austausch von Mittagsgebet und Mittagessen. Abends bleibt noch Zeit für sich selbst, für einen Abstecher zur Quelle „St. Etienne“ oder für die Teilnahme an einem Workshop. Nach dem letzten Gottesdienst wird in der Kirche noch lange weitergesungen, während sich am „Oyak“ neue Bekanntschaften zusammenfinden und bei einem Getränk oder einer Kleinigkeit zu knabbern beisammen sitzen.

Nach zwei fahrradlosen Tagen ging es für die Gruppe am Samstagnachmittag, erstmals wieder ohne Gepäck, in die Nachbarstadt Cluny. Bei blauem Himmel wurde Eis geschleckt und die letzten Überreste der einst größten Kathedrale der Welt besichtigt. Ein besonderes Highlight war an diesem Tag auch das Abendgebet, bei dem jeder eine kleine Kerze entzündete und sich in der Kirche nach und nach ein Lichtermeer ausbreitete. Die Zeit war zwar schnell wieder vorbei, aber durch die einerseits nachdenkliche, aber auch gemeinschaftliche Stimmung wird sie allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Im Bus wurde wehmütig an die fünf Etappen gedacht, deren Strecken nun in wenigen Stunden zurückgelegt wurden. Endgültig abgeschlossen wurde die Reise mit einer letzten kleinen Etappe mit dem Fahrrad von der Schule nach Hause.

Taize Fahrt 2018
Nach fünf Etappen und 450 Kilometern sind die zwölf Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitern Bernhard Sauer und Friederike Börzel endlich in Taizé angekommen.

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