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Beim Maloya schwangen auch die Deutschen die Hüften

 

Im Rahmen des Austauschs mit La Réunion fand der kreolische Abend am OHG statt

 

Wenn in unseren Breitengraden die Tage deutlich kürzer werden und der Herbst Einzug hält, träumt so mancher davon, dorthin zu entfliehen, wo es hell und warm ist. Für 28 Schülerinnen und Schüler des Ottheinrich-Gymnasiums geht dieser Traum bald in Erfüllung. Gemeinsam mit ihren Lehrern Iris Graf und Matthias Gramlich nehmen sie am Austausch mit dem französischen Überseedepartement La Réunion teil. Die Vulkaninsel, die etwa so groß ist wie das Saarland, befindet sich mitten im Indischen Ozean, einige hundert Kilometer von Mauritius und Madagaskar entfernt. Dort beginnt Ende Oktober so langsam der Sommer.

Wenn sich die Wieslocher auf den Weg nach Sainte-Anne machen, werden sie das Gefühl haben, zu Freunden zu fliegen. Die réunionesischen Austauschpartner sind bereits am 3. Oktober in Begleitung ihrer Lehrkräfte Florence Dijoux, Christine Lebeau und Vincent Rieder in Wiesloch angekommen. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts in der Weinstadt wurde ihnen ein vielfältiges und interessantes Programm geboten, das Exkursionen nach Heidelberg, in die Pfalz oder zur Burg Guttenberg einschloss. Für die Jugendlichen am spannendsten dürfte aber das Leben in ihren deutschen Gastfamilien sein. Dass sich dieses beträchtlich von ihren eigenen Gewohnheiten unterscheidet, liegt auf der Hand. So vieles ist komplett anders: Sprache, Wetter, Schulsystem, Traditionen, Esskultur oder Organisation des Alltags. Da kann man schnell den Eindruck bekommen, man ist in einer völlig anderen Welt angekommen. Doch ein Austausch ist ja vor allem dazu da, Gemeinsamkeiten zu erkennen und Verbindungen herzustellen.

Dass es sehr viel Verbindendes zwischen „den Deutschen“ und „den Réunionesen“ gibt, zeigte sich eindrucksvoll auf dem kreolischen Abend, der einer der Höhepunkte des Aufenthalts in Wiesloch ist. Ihm ging ein ganzer Tag an Vorbereitungen voraus, die teils in den Gastfamilien, teils am OHG stattfanden. Die Austauschschüler kochten typische kreolische Gerichte – die Zutaten hatten sie oft von zu Hause mitgebracht –, übten Lieder und Tänze ein und arbeiteten Vorträge über die Sehenswürdigkeiten ihrer Insel aus. Am Abend war es dann so weit. Alle Gastfamilien kamen in der Aula des Ottheinrich-Gymnasiums zusammen und wurden von ihren Gästen aufs Beste bewirtet und unterhalten. Die zahlreichen Töpfe mit leckeren Gerichten wie „Rougail saucisses“ oder „Riz zembrocal“ wurden konsequent leergefuttert. Kreolische Lebensfreude wehte durch den Saal, als einige réunionesische Mädchen in traditionellen farbenfrohen Blumengewändern die Bühne betraten und sich elegant und selbstbewusst zu Rhythmen bewegten, die vier Jungen auf der Djembe und der Kayamb, typischen kreolischen Perkussionsinstrumenten, erzeugten.

Die Ausgelassenheit des bekannten Maloya-Tanzes sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser an ein düsteres Kapitel der Vergangenheit erinnert. Florence Dijoux erklärte dem Publikum, dass der Maloya, der ursprünglich von den Zuckerrohrsklaven praktiziert wurde, über die Jahrhunderte hinweg zu einem identitätsstiftenden Symbol für die zugleich schmerzvolle und dennoch lebensfrohe kreolische Kultur geworden ist. Wegen seiner sozialkritischen Inhalte wurde er bis in die achtziger Jahre hinein von der Staatsmacht im weit entfernten Paris verboten. Im Tanz verschmelzen Einflüsse aus Indien und aus Afrika sowie Erinnerungen an die bittere koloniale Vergangenheit zu etwas Neuem und Progressivem. Dass der Maloya-Rhythmus ziemlich ansteckend ist, zeigte sich am Ende des kreolischen Abends, als sich auch die Deutschen unter Anleitung ihrer Gäste in eleganten Hüftschwüngen und Armbewegungen versuchten.

Die Schülerinnen und Schüler des Ottheinrich-Gymnasiums können sich nicht nur auf zwei Wochen Sommer im November freuen, sondern vor allem auf einen Aufenthalt, der zu einer beträchtlichen Erweiterung ihres mitteleuropäisch geprägten Horizonts einlädt. Sie bedankten sich ganz herzlich bei Iris Graf, ohne deren Engagement und langjährige Kontakte zu ihrer Kollegin Florence Dijoux vom Collège du Bassin Bleu der Austausch nicht möglich wäre.

 

 

Drinnen Kuchen, draußen Olympiade

Der Kennenlernnachmittag am OHG bringt die Neuen zusammen

 

Die 125 Schülerinnen und Schüler, die zum Ende des letzten Schuljahres in die neuen Klassen 5a bis 5d am Ottheinrich-Gymnasium eingeschult wurden, haben die ersten Wochen erfolgreich gemeistert. Damit sich alle an der neuen Schule willkommen fühlen und die Orientierung von Anfang an klappt, hat das OHG unter dem Stichwort „Wieslocher Modell“ ein Bündel von Maßnahmen geschnürt, die den Start für die neuen Fünfis erleichtern sollen. Dazu gehört auch der Kennenlernnachmittag, der traditionell an einem Freitagnachmittag Mitte Oktober stattfindet. Eingeladen sind die Kinder und Eltern der neuen fünften Klassen. Auch die Klassenleitungsteams sind anwesend, um sich vor dem ersten offiziellen Termin, dem Elternabend, in ungezwungener Atmosphäre mit den Eltern bekanntzumachen und auszutauschen. Alle Anwesenden wurden herzlich begrüßt von der Schulleiterin des OHG, Dr. Svenja Kuhfuß. Die Elternbeiratsvorsitzende Daniela Nau lud dazu ein, sich als Elternvertreter für eine starke Schulgemeinschaft zu engagieren. Petrina Hotchkiss stellte den Freundeskreis des OHG vor, der auch diese Veranstaltung tatkräftig unterstützt.

Während die zahlreich anwesenden Eltern in der Aula bei Kuchen und Fingerfood miteinander ins Gespräch kamen, wurden die Kinder draußen auf dem Schulhof von ihren Klassenpaten und den Unterstufenkoordinatorinnen Catrin Lezmi und Simone Meid betreut. Sie durchliefen verschiedene Stationen einer Olympiade, die jeweils nur durch erfolgreiche Zusammenarbeit lösbar sind. Auch in diesem Jahr konnten alle vier fünften Klassen die Aufgaben meistern und erhielten dafür je eine kleine Anerkennung und am Ende der Veranstaltung viel Applaus von den Anwesenden.

  • Zeitzeugengespräch mit Rainer Eppelmann am Ottheinrich-Gymnasium

Die Schulgemeinschaft des Ottheinrich-Gymnasiums hat am 08.10.2019 mit dem Theologen Rainer Eppelmann eines der prominentesten Gesichter der Bürgerrechtsbewegung in der DDR an Ihrer Schule begrüßen dürfen. Der Geschichtsleistungskurs von Tobias Sicks hat die Gelegenheit, dem Bürgerrechtler 30 Jahre nach Fall der Berliner Mauer Fragen zu stellen, rege genutzt. So antwortete Herr Eppelmann beispielsweise auf „seine Lieblingsfrage“, wo er beim Fall der Berliner Mauer war, darauf, dass er über die Ereignisse erst von einem Kollegen im Anschluss an eine Veranstaltung informiert wurde, Schabowski habe er „nicht live gehört.“ Der Zeitzeuge stellte aber auch immer wieder Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen her und mahnte die zahlreich erschienen Zuhörerinnen und Zuhörer, „die Demokratie als nichts Selbstverständliches“ zu begreifen. Er räumte auch ein, beim Kampf gegen die Diktatur und für „eine andere DDR“ Angst gehabt zu haben, erläuterte aber, dass ein Zitat von Václav Havel ihn immer ermutigt hat:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Dieses Zitat gab er auch den Schülerinnen und Schülern sowie den Kolleginnen und Kollegen des Ottheinrich-Gymnasiums mit auf den Weg und animierte sie, für das einzustehen, was in ihren Augen Sinn ergibt, eben weil es sie hoffen lässt.

Hier geht es zum RNZ-Beitrag über den Besuch Rainer Eppelmanns in Wiesloch.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Helmut Pfeifer (RNZ)

 

 

 

Die Kinder der Klasse 5c reißen die Arme hoch und jubeln. Sie haben es geschafft! Alle sind in der vorgegebenen Zeit durch das Spinnennetz gekrabbelt, ohne die giftigen Fäden zu berühren. Dabei durfte jeder Durchgang nur einmal benutzt werden, denn die Zauberspinne wartet nur darauf, dass die Gruppe Fehler macht. – Eine solche Aufgabe kann man nur gemeinsam lösen: Man muss sich zunächst auf eine gute Strategie einigen und sich dann gegenseitig bei der Umsetzung unterstützen.

Das „Spinnennetz“ war eine von sechs Stationen, die es im Rahmen des erlebnispädagogischen Tages am Ottheinrich-Gymnasium zu meistern galt. Dieser wird alljährlich von der Fachschaft Sport für die neuen fünften Klassen organisiert und gehört zum festen Bestandteil des pädagogischen Konzepts am OHG. Ziel ist die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und des sozialen Miteinanders der neuen Schülerinnen und Schüler. Der „Vertrauens-Fall“, die „Menschenwippe“ oder das „Laufende A“ bereiten den Kindern nicht nur viel Spaß, sondern sie vermitteln ganz nebenbei die Grundlagen für eine erfolgreiche Klassengemeinschaft: Geht achtsam miteinander um. Löst Probleme gemeinsam. Habt Vertrauen in euch selbst, in eure Mitschüler und in eure Lehrer. Derart gestärkt kann die Laufbahn an der neuen Schule getrost beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt vier Mal führte die OHG-Theater-AG unter der Leitung von Pia Keßler und Anela Romeiß ihr neues Stück "#likeme" auf. Darin wird das Thema 'Selbstdarstellung und Identität im Zeitalter der sozialen Medien' aus verschiedenen Perspektiven untersucht.  Die vier Vorstellungen, darunter eine Sonderaufführung für die gesamte siebte Jahrgangsstufe, waren allesamt restlos ausverkauft.

Lesen Sie hier die Rezension der Rhein-Neckar-Zeitung vom 2. Oktober 2019 sowie hier die Rezension der Wieslocher Woche vom 4. Oktober 2019.

Matthias Ebert hielt die Dernière am 30.09.2019 im Bild fest.

 

 

 

 

 

 

 

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