Erasmus Gruppe 2016Emilia, Mia, Sofie und Philipp sowie Emily und Noah können sich freuen: Die Vier vom OHG und die Beiden von der Tom-Mutters-Schule werden mit insgesamt 27 weiteren Kindern beider Schulen im März 2017 auf große Reise nach Südfrankreich gehen. Eine ganze Woche verbringen sie dann gemeinsam mit französischen Schülerinnen und Schülern in der Jugendherberge „La Grande Motte“ bei Montpellier, spielen Theater, machen Sport und widmen sich einem Zirkusprojekt. Und das zu einer Jahreszeit, in der es viele Wintermüde und Sonnenhungrige in den Süden zieht. Im Anschluss daran kommen die Franzosen nach Wiesloch, um die bis dahin hoffentlich entstandenen freundschaftlichen Bande weiter zu festigen. Welches Schülerherz schlägt da nicht höher?

 Auf der Agenda der betreuenden Lehrkräfte stehen jedoch noch andere Schlüsselbegriffe als „spielen“, „Spaß haben“, „neue Freunde finden“ und „südfranzösische Frühlingssonne tanken“. Sie heißen beispielsweise „Entwicklung und Förderung von Akzeptanz, Toleranz und Offenheit“ oder auch „Interkultureller Austausch: voneinander, miteinander und füreinander lernen“. Erreicht werden sollen diese Ziele nicht nur durch das Eintauchen in die Kultur und Sprache des Nachbarlandes, sondern eben auch durch die Pflege der Beziehungen zwischen dem OHG und der Tom-Mutters-Schule der Lebenshilfe. Die Schulen haben seit drei Jahren eine Kooperationsvereinbarung, die den Alltag auf beiden Seiten der Parkstraße mitbestimmt und persönliche Kontakte fördert. So kennen sich einige der am Projekt beteiligten „Tommis“ und „OHGler“ bereits recht gut, da sie regelmäßig gemeinsam Sportunterricht haben.

Dass sie nun zusammen auf die Reise nach Frankreich gehen werden, ist vor allem dem Engagement von Heike Hellwarth und Ursula Ohr zu verdanken. Die beiden Französisch­lehrerinnen vom OHG nutzten ihre bereits bestehenden Kontakte zum Collège de l'Étang de l'Or in Mauguio und stellten gemeinsam mit den französischen Partnern das Projekt „Différent comme tout le monde – ensemble on est plus fort“ (sinngemäß „Jeder ist anders – stärker sind wir gemeinsam“) auf die Beine. Finanziell gefördert wird dieses großzügig von „Erasmus+“, einem Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, dessen Name an den europäischen Humanisten Erasmus von Rotterdam erinnert. Bei der Bewerbung um den Zuschuss mussten die Geldgeber davon überzeugt werden, dass den Schülern hier besondere interkulturelle und zwischenmenschliche Erfahrungen ermöglicht werden. Frau Hellwarth sieht dies vor allem durch die ungewöhnliche Kombination der drei beteiligten Partner gegeben. „Die Berührungspunkte zwischen einem Collège, einem Gymnasium und einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum dürften normalerweise nicht allzu zahlreich sein.“ Im Laufe der gemeinsamen zwei Wochen können die Schüler aller drei Parteien nachhaltig von den Kompetenzen der Anderen profitieren und Anknüpfungspunkte finden, die nur in dieser besonderen Konstellation möglich sind. Die Themen „Sport“ und „Theater“ bieten dabei den thematischen roten Faden, der sich durch das gesamte Projekt ziehen wird und alle Schülerinnen und Schüler einbinden soll. Neben den Fahrt- und Aufenthaltskosten fördert Erasmus dabei zusätzlich die Anschaffung von einschlägigem Material, das auch nach Projektende noch zum Einsatz kommen soll.

Alle drei beteiligten Schulen dürfen sich für die nächsten drei Jahre – der vorläufigen Dauer des Projekts – nun auch offiziell „Erasmus-Schule“ nennen und dies durch ein entsprechendes Schild ausweisen. Die Einweihung fand im Beisein des Wieslocher Bürgermeisters Ludwig Sauer statt, der allen beteiligten Lehrkräften für ihr Engagement dankte. Den 33 Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften wünschte er jetzt schon viel Spaß und Erfolg.

Erasmus 6d 2016       Erasmus Gruppe 2016
Die Tom-Mutters-Schule der Lebenshilfe sowie das Ottheinrich-Gymnasium dürfen sich ab sofort „Erasmus-Schule“ nennen. Darüber freuen sich nicht nur die beiden Schulleitungsteams (Peter Christ und Michael Steinhauser sowie Dr. Svenja Kuhfuß und Christian Annuschat), Wieslochs Bürgermeister Ludwig Sauer und die beteiligten Kolleginnen und Kollegen, sondern vor allem auch die Kinder, die im März nach Südfrankreich fahren dürfen.

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