2018 Erasmus Austausch Gruppenfoto„Les aventures de Jacquouille“ - ein deutsch-französisches Theaterprojekt des Ottheinrich-Gymnasiums Wiesloch, der Tom-Mutters-Schule und des Collège de l’Etang de l’Or in Mauguio

Samstag, 10. März 2018

Endlich war es soweit: 30 Schülerinnen und Schüler der 7b und 7d des Ottheinrich-Gymnasiums und 8 Schülerinnen und Schüler der Tom-Mutters-Schule Wiesloch trafen sich aufgeregt morgens um 5.05 Uhr im Schulzentrum zur Fahrt nach Südfrankreich. Begleitet wurden sie von ihren Lehrkräften Joachim Haßel, Ursula Ohr und Heike Hellwarth vom OHG und Ricky Sharma, Katrin Holk und Carmen Volkmann von der TMS. Gemeinsam mit 30 französischen Schülerinnen und Schülern des Collège de l’Etang de l’Or und deren Lehrkräften sollte in der kommenden Woche das selbstgeschriebene Theaterstück „Les aventures de Jacquouille“ einstudiert und uraufgeführt werden.

Tim-Robin, Bogus: Am Anfang waren alle aufgeregt, aber nach ein paar Stunden hat sich die Aufregung gelegt. In der ersten Pause kauften viele Schüler Süßigkeiten und mussten dabei französisch sprechen, da wir bereits in Frankreich waren. Zurück im Bus war es immer noch unruhig, da wir über mehrere Sitzreihen hinweg redeten. Dann spielten wir noch Kartenspiele oder zockten am Handy. Zwischendurch schauten wir noch zwei sehr witzige Filme „Französisch für Anfänger“ und „Fuck you Göthe 2“. Nach fünf Stunden, kurz vor Lyon, haben wir den Fahrer gewechselt: Andreas ging, Leon kam. Er blieb bei uns in der Jugendherberge für den Rest der Woche. Um 18 Uhr kamen wir endlich an.

Zunächst wurden die Austauschschüler von ihren Gastfamilien abgeholt, dann bezogen wir die Zimmer in der Herberge. Wir waren alle überrascht, wie schön die Herberge war. Kurz danach gab es schon das Abendessen. Typisch französisch mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch. Wir machten den Fehler, uns vor der Hauptspeise mit Baguette vollzustopfen. Das Essen war aber dennoch sehr lecker. Nach dem Essen sind wir gleich zum Strand gelaufen, der direkt hinter dem Garten lag. Am Strand war es so windig, dass man sich zurücklehnen konnte, ohne umzufallen! Nach einigen Wettrennen gegen den Wind fielen wir müde ins Bett und schliefen schnell ein.

Sonntag, 11. März 2018

Tuana, Jessica: Am Sonntagmorgen wurden wir von Herrn Haßels lustiger Musik geweckt, die durch die Gänge schallte. Pünktlich kamen alle zum Frühstück. Es gab ein typisches französisches Frühstück mit Müsli, Baguette, Butter, Marmelade, Joghurt, Kaffee, Milch und Orangensaft. Es wurde ohne Teller, nur auf einer Serviette gegessen.

Nach dem Frühstück gingen wir auf den Markt im Zentrum von La Grande Motte. Dort bekamen wir 10€ von den Lehrern und die Aufgabe gestellt, diese möglichst ganz auszugeben und natürlich auf französisch den Preis zu erfragen. Schnell waren die 10€ weg. Danach liefen wir wieder zurück zur Herberge, vorbei an teuren Segel- und Motorbooten, die im Hafen lagen. In der Herberge wartete bereits das Mittagessen auf uns. Danach gingen wir auf unsere Zimmer, um uns für den Strand umzuziehen. Am Strand spielten wir Volleyball und ein paar Verrückte gingen ins 12 Grad kalte Meer. Gegen Abend gingen wir zurück, und um 19 Uhr gab es Abendessen. Danach stellte jeder kurz auf französisch vor, was er für seine zehn Euro alles auf dem Markt gekauft hatte. Um 21.30 Uhr gingen wir freiwillig ins Bett, da wir todmüde waren.

Montag, 12. März 2018

Fiete, Leander: Der Tag begann mit dem Lied „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri, das lautstark über den Flur schallte, um alle Schüler zu wecken. Diesen Zweck erfüllte es zur Belustigung der Lehrer auch spielerisch: Allerdings kamen aus manchen Zimmer verschlafene und verärgerte Schülergesichter zum Vorschein, deren Musikgeschmack nicht getroffen wurde. Um 7.30 Uhr sammelten sich alle zum Frühstücken. Um 8 Uhr startete der Bus mit allen Schülern zum Collège in Mauguio. Dort wurden wir vom überaus netten deutschsprachigen Phillip begrüßt, der uns in die Turnhalle führte. Hier sahen wir unsere französischen Freunde wieder und machten einige Aufwärmungsübungen mit Phillip. In der Pause um 10.40 Uhr sahen wir dann unsere deutschen Mitschüler wieder, die in Familien untergebracht waren. Es gab einige Begegnungen mit Franzosen, die ihr Gehirn nach deutschen Sätzen durchforschten, um dann ein holpriges „Isch liebe disch“ heraus zu stammeln. Dann begannen wir kleine Szenen einzustudieren.

Um 12 Uhr fuhren wir in die „Salins du midi“ bei Aigues-Mortes, wo wir zunächst picknickten. Es gab Baguette mit Thunfisch und für jeden eine kleine Tüte Chips. Dann begann die Fahrt durch die Saline. Wir setzten uns in eine Bimmelbahn und ließen uns über den Lautsprecher mit zahlreichen Informationen zur Salzgewinnung berieseln. Aufgrund von den im Wasser vorkommenden Algen, die einen rosa Farbstoff enthalten, schimmert das Wasser rosa. Die Algen werden von den dort lebenden Krebsen gefressen und diese wiederum von den Flamingos (frz. flamant rose), wodurch diese ihre rosa Färbung erhalten. Wir hielten an einem großen Salzberg, den wir sofort hinaufstiegen und von dem aus wir eine tolle Aussicht auf das Meer und die Umgebung hatten. Das ungereinigte Salz war überraschend fest. Einige von uns nahmen einen Salzbrocken mit oder leckten dran. Einen weiteren Halt machten wir am Salz-Museum. Am Ende der Fahrt hatten wir noch Zeit, im Souvenirladen einzukaufen. Es gab Salz mit Chili oder Kräutern, Karamel, Plüschtiere u.v.m.

Dann ging es weiter zur Stierranch oder „Manade“. Dort stand ein Traktor mit zwei Anhängern für uns bereit, der uns auf die matschige Weide mit den Stieren brachte. Fünf Reiter begleiteten uns auf weißen Camargue-Pferden. Sie zeigten uns, wie man einzelne Stiere von der Herde trennt, was nicht immer einfach ist, da die Stiere zusammenbleiben wollen. Die Stiere lassen sich aber von den Pferden gut leiten, da diese von Natur aus einen höheren Rang als die Stiere haben. Die Stiere in der Camargue werden nur zur „Course camarguaise“ ausgebildet und nicht für eine „spanische Corrida“. Der große Unterschied ist dabei, dass am Ende der Course camarguaise die Stiere wieder zurück zu ihren Herden auf die Weide dürfen. Am Abend gab es eine leckere Paella.

Dienstag, 13. März 2018

Mariela, Emilia: Nach dem Frühstück fuhren wir wieder nach Mauguio ins Collège, wo wir für unsere Aufführung übten. Am Nachmittag besuchten wir die wunderschönen Stadt Aigues-Mortes. Nach dem Picknick machten wir auf der Stadtmauer einen Rundgang und anschließend hatten wir Zeit zur freien Verfügung, um in den kleinen Boutiquen und Läden Souvenirs einzukaufen. Um 17 Uhr fuhren wir zurück zur Herberge. Am Abend sangen wir im Aufenthaltsraum französische Lieder, begleitet von Herrn Haßel am Akkordeon.

Mittwoch, 14. März 2018

Nikolina, Mia: Am Mittwoch wurden wir um 7 Uhr geweckt und machten uns für das Frühstück fertig. Es gab Baguette, Marmelade, Honig, Cornflakes, Joghurt und Obst. Um 8 Uhr fuhren wir mit dem Bus zur französischen Schule. Dort übten wir für die Aufführung am Donnerstag. Es waren sogar noch mehr französische Schüler als an den ersten Tagen dabei. Wir wiederholten unsere Szenen und übten den Abschlusstanz ein. Am Schluss schafften wir einen kompletten Durchgang des Stücks mit allen Szenen.

Den Nachmittag verbrachten wir bei der Jugendherberge und am Strand. Dort schossen wir viiiiele Bilder. Als es am Strand zu kühl wurde, gingen wir zurück in die Herberge, wo wir bis zum Abendessen Fußball und Basketball spielten. Es war auch eine andere französische Schülergruppe in der Herberge. Einige Franzosen spielten bei uns mit und luden uns zu ihrer Abschlussparty am Donnerstag ein.

Nach dem Abendessen übten wir im Aufenthaltsraum mit Herrn Haßel und seinem Akkordeon das Lied, das wir bei der Aufführung singen wollten. Anschließend spielten wir noch „Werwolf“ und Brettspiele – bis wir endlich schliefen, war es Mitternacht.

Donnerstag, 15. März 2018

Jana & Jana: Als wir heute nach dem Frühstück in den Bus stiegen, wartete ein spannender Tag auf uns. In der Schule hatten wir zwei Proben. Nach der Schule packten wir unsere Requisiten in den Bus und fuhren zur Stadthalle in Mauguio. Danach gingen wir in die Innenstadt und sahen uns den Wachturm an. Vom Hügel aus hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Wir machten Fotos und gingen wieder zurück. Dann hatten wir Generalprobe – und dann kam der große Moment: die Aufführung!

Die Aufführung klappte gut und am Schluss wurden wir mit viel Applaus belohnt. Schließlich stürzten wir uns auf das Buffet und schlugen uns den Bauch voll mit Quiche, Pizza, Kuchen, Chips … Nach einigen Gesprächen fuhren wir wieder zurück. In der Jugendherberge machte die französische Jugendgruppe gerade eine Party und lud uns dazu ein. Gemeinsam wurde bis 22.30 Uhr getanzt. Schnell schliefen wir an diesem Abend ein.

Freitag, 16. März 2018

Noah, Jannik: Heute durften wir unser Stück noch einmal einigen französischen Schülern präsentieren. Die Aufführung verlief gut und danach fuhren wir nach Montpellier. Dort picknickten wir neben dem olympischen Hallenbad. Danach teilten wir uns für den Stadtrundgang in zwei Gruppen auf. Vor den einzelnen Sehenswürdigkeiten präsentierten wir unsere vorbereiteten Vorträge. Beim Château d’eau trafen wir uns für ein Gruppenfoto. Anschließend gingen wir ins Polygone, einem riesigen Einkaufszentrum in Montpellier. Dort bekamen wir Zeit zur freien Verfügung und durften in Kleingruppen einkaufen gehen. Als wir uns an dem Treffpunkt wieder mit den Lehrern trafen, gingen wir gemeinsam zurück zum Bus. Die Familienkinder wurden in Mauguio von ihren Gastfamilien abgeholt und die Erasmuskinder fuhren zurück in die Jugendherberge. Dort angekommen machten wir uns fertig für das Abendessen. Anschließend packten wir die Koffer und bereiteten die Abschlussparty vor. Die Party hat allen sehr viel Spaß gemacht. Der ganze Tag war ein sehr schöner Abschluss für die gesamte Woche.

Wir haben alle die Frankreichfahrt sehr genossen und freuen uns, dass das Projekt großzügig vom EU-Förderprogramm Erasmus+ unterstützt wird.

Samstag, 17. März 2018

Rückfahrt um 8 Uhr. Es hieß für die deutschen Austauschkinder Abschied zu nehmen von ihren französischen Gastfamilien. Wie gut zu wissen, dass wir alle in Mauguio jederzeit willkommen sind, und so schmieden einige bereits Pläne für einen Besuch im kommenden Schuljahr.

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